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Zielgruppe und Massnahmen
der Kriminalprävention
Zielgruppe der sekundär-präventiven Angebote sind vorrangig strafmündige Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14-27 Jahren.
Basierend auf Erkenntnissen der polizeilichen Kriminalstatistik (PKS), der Dunkelfeldforschung sowie Ergebnissen aus unterschiedlichen Untersuchungen von Jugendforschern, Soziologen u.a. sind drei Hauptgruppen jugendspezifischer Delikte zu erkennen:
- Diebstahldelikte machen rund zwei Drittel der gesamten Jugenddelinquenz aus.
- Gewaltdelikte werden hauptsächlich von Jugendlichen an Jugendlichen begangen und bewegen sich bei jungen Menschen hauptsächlich im Bereich Körperverletzung und Raub. Ein quantitativer Anstieg von jüngeren Tatbeteiligten ist zu verzeichnen.
- Drogendelikte liegen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen bei 36%, wobei der Eigenkonsum von Rauschmitteln im Vordergrund steht, nicht das Handeln mit Drogen.
Folgende Maßnahmen bieten sich an, um in diesem Bereich abweichenden Verhaltens jugendadäquat arbeiten zu können.
Projekt- und Gruppenarbeit
Den obigen Erkenntnissen folgend ist Projekt- und Gruppenarbeit zu den Themenbereichen Gewalt und Drogen ein zentraler Bestandteil sekundärer Kriminalprävention der Brücke Dortmund e.V.. Weitere Themen in diesem Bereich können z.B. Wohnumfeld, Stadtteil oder (alternatives) Freizeitverhalten sein.
Niederschwellige Beratung/Begleitung/Betreuung
Die niederschwellige Beratung in den Bereichen Kriminalität und Straffälligkeit ist ein weiterer Schwerpunkt der kriminalpräventiven Arbeit der Brücke Dortmund e.V. Da die Hemmschwelle Jugendlicher und junger Erwachsener in eine Beratungsstelle zu gehen sehr hoch ist, findet im Sinne von aufsuchender Sozialarbeit eine Beratung vor Ort statt. Schulprojekte stellen eine effektive Möglichkeit dar, Kontakte zu den betroffenen Jugendlichen herzustellen.
Multiplikatorenarbeit
Ein weiterer Bestandteil der Kriminalprävention der Brücke Dortmund e.V. ist Multiplikatorenarbeit. Sie beinhaltet Informationsveranstaltungen für Eltern, Lehrer, Sozialarbeiter oder Ehrenamtliche, die Schwierigkeiten mit ihren Kindern bzw. ihren Klienten haben oder Informationen über Straftatbestände und die möglichen Folgen einer strafbaren Handlung benötigen.
Öffentlichkeitsarbeit
Ziel von Öffentlichkeitsarbeit im sekundär-präventiven Bereich ist es, die geleistete Arbeit in der Öffentlichkeit angemessen darzustellen und gleichzeitig auf Mißstände in der Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen aufmerksam zu machen, auf kleinräumige Brennpunkte (hot spots) hinzuweisen, die Öffentlichkeit über die Situation Jugendlicher zu informieren, etc.
Kooperation mit anderen Trägern bzw. Einrichtungen
Der Arbeitsbereich Kriminalprävention arbeitet sozialraumorientiert. Die Kooperation mit anderen Trägern, Vereinen und Organisationen und der Aufbau und die Weiterentwicklung von Netzwerken vor Ort hat einen hohen Stellenwert. So kann effektiv und zielgerichtet gearbeitet werden und auf vorhandene Ressourcen zurückgegriffen werden.
Die Aktivitäten der Brücke Dortmund e.V. reichen im Rahmen der (sekundären) Kriminalprävention von der personellen Beteiligung an einzelnen Projekten bis hin zur konzeptionellen Beratung und Entwicklung von Maßnahmen sowie deren Umsetzung bei besonderen Problemstellungen.
Kontakt: post@die-bruecke-dortmund.de
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